Hongkong 2010 - Jörg Dickmann
Mittwoch, den 26. Januar 2011 um 14:53 Uhr
Im Herbst 2010 bereiste Jörg Dickmann Hongkong, um die chinesische Metropole zu portraitieren. Hier einige Auszüge aus seiner Schilderung, wie er sich diesem Projekt näherte.Tantus Photo Galerie: "Was hat Sie an Hongkong besonders fasziniert?"
J. Dickmann: " Was mich besonders fasziniert hat, war das Gefühl, sich im wahrsten Sinne des Wortes in einem Großstadtdschungel zu befinden. Da die Stadt in den Subtropen liegt, ist es dort meist schwülwarm und die Vegetation entsprechend. Zudem erscheint Hongkong zunächste völlig chaotisch, da es wirklich "drunter und drüber" geht, d.h. die Fußgänger- und Autobrücken kreuz und quer, Hochhäuser, die um einen herum in den Himmel wachsen, und trotzdem ist man sehr schnell mitten in der tropischen Natur, wenn man z. B. den Viktoria Peak hinauf fährt.
Tantus Photo Galerie: "Hat sich dort seit Ihrer letzten Photoreise etwas verändert?"
J. Dickmann: "Hongkong ist Schmelztiegel westlicher und ursprünglich chinesischer Kultur. Leider ist letztere nicht mehr so dominant, denn gerade die Straßenmärkte, Garküchen, Tempel, etc. haben für mich den Charme Hongkongs ausgemacht."
Tantus Photo Galerie: "Worauf haben Sie diesmal Ihren Schwerpunkt gelegt?"
J. Dickmann: "Da Hongkong eher arm an Sehenswürdigkeiten ist (es gibt dort kein Empire State Building oder Eiffelturm) ist für mich die Stadt an sich das Faszinierendste. Die Menschen, die Hektik, die Gerüche in den Straßen, die Taxifahrten durch das Verkehrschaos, die Schiffahrten über den Victoria Harbour, der Ausblick vom Viktoria Peak über ein Hochhäusermeer in subtropischer Natur. Außerdem positiv war die freundliche Zurückhaltung der Chinesen und das Gefühl, dass ich, egal wo und um welche Uhrzeit, mich frei bewegen und Bilder machen konnte, ohne darauf achten zu müssen, in welchen Viertel ich mich befinde, und ob es denn ok. ist, sich nachts mit einer teuren Kamera dort aufzuhalten. Ein wirklich sehr beruhigender Aspekt im Gegenteil zu anderen Städten wie New York."
Jörg Dickmann benutzte hauptsächlich die Leica M9 als "Walkaround"-Kamera (klassische Reportage-Kamera). Für Langzeitbelichtungen mit Stativ oder weitwinklige Architekturaufnahmen verwendete er die Canon 5D Mark II mit entsprechenden Objektiven.
Bei Interesse übersenden wir Ihnen gern ein Portfolio als pdf mit weiteren Hongkong-Aufnahmen - sprechen Sie uns gern an!

